Ernährungsberatung: Ausbildung oder Studium?

Als Ernährungsberater/in unterstützt man andere Menschen auf dem Weg zu einer guten, ausgewogenen und an ihre Lebensphase angepassten Ernährung. Möchte man dabei professionell arbeiten, sollte man sich vorher das dafür notwendige Wissen aneignen. Das geht durch eine Fachausbildung/ einen Lehrgang, eine Berufsausbildung oder sogar durch ein Studium. 

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Die Unterscheidung zwischen Fach- und Berufsausbildung ist hier wichtig: Eine Fachausbildung ist kürzer als eine Berufsausbildung, oft weniger praktisch und endet nicht mit einer offiziellen Ausbildungs-Abschlussprüfung. Im Bereich der Ernährungsberatung wäre die passende Berufsausbildung eine Ausbildung zum/zur Diätassistent/in. Im Bereich der Studiengänge eignen sich die Ernährungswissenschaften und die Ökothrophologie. 

Doch was sind abgesehen vom erzielten Abschluss die Unterschiede zwischen den einzelnen Bildungswegen? Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

FachausbildungBerufsausbildungStudium 
Dauermehrere Wochen bis mehrere Monate, nicht länger als ein Jahr3 Jahre6-7 Semester auf Bachelor3-4 Semester auf Master
Kostencirca 2.000 Euro/zwischen 300 Euro pro Semester bis 300 Euro im Monat, abhängig von der Institution 
Wo?verschiedene Bildungsinstitute wie das BTB, die DGE, die ILS oder das SGDzum Beispiel in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Arztpraxen und Krankenkassen zum Beispiel FH Münster, Uni Gießen, Uni Kiel, HAW Hamburg, Hochschule Osnabrück, Hochschule Fulda, Hochschule Anhalt Bernburg, IUBH
Vorteileschnell berufsbegleitend/ in Fernlehre möglich günstiger als ein Studium vergleichsweise hohes Ausbildungsgehalt keine Kosten für die Ausbildung abgeschlossene Berufsausbildung praxisorientiertüberall anerkannter Bachelor oder Masterabschlussvollumfassendes und tiefes Wissen akademisches Niveauberufsbegleitend/ im Fernstudium möglich
Nachteilekein standardisierter Abschlusskeine akademische oder offiziell berufliche Bildung wenig bis kein Praxiszugangnicht von allen Seiten anerkannt  mittlere Reife empfohlendauert eher langenicht berufsbegleitend/ in Fernlehre möglichlangwierig eher teuertheoretisch, wenn nicht dual (Fach-)hochschulabschluss notwendig

Welcher Weg ist der Beste? 

Auch wenn man meinen mag, dass ein Studium durch den akademischen Abschluss die höchste Anerkennung in der Berufswelt habe, ist das eher ein Trugschluss.

Wer Ernährungswissenschaften oder Ökotrophologie studiert, muss um als Ernährungsberater/in arbeiten zu können eine Weiterbildung zum/zur Ernährungsberater/in anschließen. Die Ausbildungszeit ist also insgesamt sehr lang. Hinzu kommt, dass ein Studium keine Voraussetzung für die Weiterbildung zum/zur Ernährungsberater/in ist.

Mit einer sofortigen Fachausbildung oder einer Berufsausbildung gelangt man also schneller ans Ziel. Trotzdem ist nicht zu vergessen, dass ein Studium dabei hilft, Vorgänge tiefergehend zu verstehen und ein breiteres Bild der Thematiken zu bekommen. 

Eine einfache Fachausbildung ohne Vorkenntnisse ist sicherlich der schnellste Weg zum Ziel. Ob es auch der Geeigneteste ist, ist aber fraglich. Eine Fachausbilung beinhaltet schließlich wenig bis keine Praxiserfahrungen. Der Berufseinstieg ist damit ein Sprung ins kalte Wasser. 

Die Berufsausbildung hingegen bietet den womöglich größten Praxisanteil. Im Vergleich zum Studium ist die Ausbildungsdauer kürzer, der Sprung von Theorie in Praxis nicht so weit. Vorteilhaft an einer Berufsausbildung ist auch, dass die Ausbildung keine zusätzlichen Kosten ausmacht, insofern man sich nicht für eine private Schule entscheidet.

Im Gegensatz zur Fachausbildung ist der Titel “Diätassistent/in” staatlich anerkannt und durch ein eigenes Berufsgesetz geschützt. Darauf aufbauend kann man eine Fachausbildung anschließen, wobei man aber auch ohne in der Ernährungsberatung tätig sein kann. 

Einfluss auf das Gehalt

Bezogen auf das Gehalt ist der entscheidende Faktor in der Ernährungsberatung nicht zwingend die Ausbildung, sondern in großem Maße die Berufserfahrung. Vorteil der Berufsausbildung: Man sammelt schon in der Ausbildungsphase echte Praxiserfahrungen. Die Berufserfahrung ist besonders dann relevant, wenn man selbstständig arbeiten möchte.

Denn in diesem Fall entscheidet kein Arbeitgeber auf Basis der Ausbildung, ob man für die Stelle geeignet und wie viel Gehalt damit verbunden ist. Wer selbstständig arbeitet, erwirtschaftet mit Zunahme der Berufserfahrung und damit der Klienten und Klientinnen mehr Geld. 

Wer in einer Klinik oder Krankenkasse arbeiten möchte, hat bei einer Entscheidung zwischen mehreren potenziellen Arbeitnehmer/innen mit einer Berufsausbildung womöglich bessere Chancen als eine Person mit einfacher Fachausbildung.

Hinzu kommt, dass ein höherer Bildungsgrad, sei es Berufsausbildung oder sogar akademische Bildung in Form eines Studiums, in vielen Fällen Aussicht auf ein besseres Gehalt macht. Eine feste Regel ist das aber nicht.

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Stefanie Lau

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Stefanie Lau

Gründerin Janpa